Privatsphäre auf dem Smartphone oder nicht?

Gestern kam auf XDA-Developer wieder ein Artikel auf, in dem die Berechtigungen von Apps diskutiert wurden die Zugriff auf Alles haben, in diesem Fall Tastatur-Apps wie Google-Keyboard und SwiftKey.

Zum Nachlesen: http://www.xda-developers.com/android/swiftkey-and-google-keyboard-ever-heard-of-user-privacy/

Der Artikel ist grundsätzlich korrekt und nicht neu und Google hat letzens einen Schritt in die absolut falsche richtung getan, als es die Verwaltung und Anzeige der Rechte in Gruppen zusammenfasste. Im Ergebnis kann eine App ohne weitere Bestätigung zusätzliche Rechte erlangen, sofern bereits ein Recht der Gruppe gegeben ist.

Aber wenn jemand das Thema ernst nimmt, dann ist auch dieser Artikel wieder zu kurz gesprungen. Als Lösung wird hier auf Custom ROMs oder OpenSource-Keyboards verwiesen. Aber wem würde das helfen? Auch wenn der Code der Keyboards frei zur Verfügung stände, würde das doch erfordern, dass der Nutzer den Code vor Nutzung analysiert und versteht! Dass dies auch beim Vorliegen des Codes nicht unbedingt der Fall ist hat der Bug in OpenSSL gezeigt.

Mit dem Analysieren und Verstehen ist es dann aber nicht getan, sondern jeder Anwender muss den Code den er analysiert hat dann auch noch kompilieren und installieren. Denn das Analysieren von Code mit nachgelagerter Installation einer bereits kompilierten App macht wenig Sinn, da nicht sichergestellt werden kann, das genau dieser Sourcecode zum Kompilieren genutzt wurde.

Letztendlich heisst das, dass eine kleine Anzahl von Nutzern mittels Wissen und Fähigkeiten in der Lage sind die Sicherheit ihres Smartphones zu verbessern. Die Absolute Mehrheit jedoch wird weiterhin darauf angewiesen sein, dass dies jemand anderes für sie tut und Entwickler mit den Daten keinen Missbrauch treiben.

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